21 Monate Kleinkind

Hallo, noch wer hier?

Es ist leider grad etwas ruhiger hier, ich hoffe, dass sich das auch wieder ändert.

266Ich wollte aber mal ein kleines Update zu unserer Tochter nieder schreiben. Bald wird sie 2 Jahre. Nachdem lange Zeit keine grossen Sprünge passiert sind, habe ich momentan das Gefühl, dass sie wahrscheinlich bald auszieht. Nachdem sie ja erst mit 14 Monaten richtig laufen wollte, passierte eigentlich nichts „Grosses“ mehr. Klar, die sprachliche Entwicklung schritt voran, aber nichts wirklich nennenswertes. Zu Weihnachten schenkten wir ihr eine kleine Tafel, diese Magnetdinger, wo man das Gemalte einfach wieder weg wischen kann. Da fing sie dann (endlich) an auch mal 5 Minuten still zu sitzen und mit mir ihre künstlerische Ader zu entdecken.

Ich weiß es gar nicht mehr genau, aber irgendwann fingen wir an mit den Händen zu zählen. Zahlen, die habens ihr angetan! Ihre Oma schenkte ihr ein Puzzle mit Tieren, in der Anzahl von 1-10, mit den entsprechenden Zahlen daneben stehend. Das ist seit Monaten ihre Welt. Alles muss gezählt werden! Jeden Tag müssen wir die Zahlen die sie uns nennt, auf die Tafel schreiben. Sie merkt, wenn man sie täuschen will! Seit ein paar Tagen schafft sie es auch bis 10 zu zählen.

265Etwas später kamen die Buchstaben dazu. Ich habe ein uraltes Buch, in dem Bilderwitze stehen, die eigentlich nicht witzig sind. Das Buch heisst „Von Apfelmus bis Zauberhut“. Um die Witze geht es auch gar nicht. Auf der ersten und letzten Seite ist das Alphabet aufgemalt. Schön bunt, mit Beinen. Und da Lego und ihre Tiere, bzw. Matchboxautos, mit denen sie lange spielte, nun oldschool und langweilig sind, hat sie auch darin eine neue Leidenschaft gefunden. Viele Buchstaben kennt sie schon und auch hier wird fleissig geübt.

Dieses grosses Interesse an Zahlen und Buchstaben führt nun dazu, dass sich Spaziergänge arg in die Länge ziehen, weil nun jedes Nummernschild genau inspiziert wird und mit lauter Stimme alle Buchstaben und Zahlen vorgetragen werden, die sie kennt. Beim TÜV-Siegel haben wir uns auf das Wort „Schild“ geeinigt, wir wollen ja kinderfreundlich bleiben!

267Für Musik interessiert sie sich nun auch verstärkt. Kinderlieder werden natürlich bevorzugt, aber auch das ganz normale Radio wird gerne angenommen. Da wird schonmal eine Flotte Sohle auf die Fliese gelegt. Und Puzzle sind grad stark gefragt. Sowohl die Kleinkindpuzzle (also die, die ehr gerade Formen haben), als auch bereits die Puzzle ab 3 Jahren, die sie teilweise selber puzzelt, aber natürlich überwigend mit den Eltern zusammen.

Sprachlich geht es auch voran. Der Wortschatz erweitert sich fast täglich und wir müssen arg aufpassen, was wir sagen. Wenn etwas nicht so funktioniert, wie sie will, dann wird das mit einem „Verdammt!“ kommentiert oder einem „Maaaan!“. Wenn sie etwas wissen will oder wissen will, wer da vor ihr steht, dann fragt sie „Was ist das?“ (ja, „das“ ist allgemein gültig) 2-Wortsätze kommen immer mehr und man merkt, wie sie Gespräche aufsaugt, um ihren eigenen Wortschatz zu erweitern.

Ich muss zugeben, dass ich die derzeitige Entwiklung als Mutter natürlich himmelhoch jauchzend beobachte und im kindlichen Rahmen fördere. Ich nehme mir das Recht raus, mich als Nichtübermutter zu bezeichnen. Natürlich hat mein Kind sicher irgendwelche Defizite. Ich hänge da aber nicht in riegendwelchen Büchern, um zu schauen, was mein Kind jetzt gerade können muss. Was sie kann, das kann sie, was nicht, das nicht. Momentan sind es halt Zahlen und Buchstaben. Warum soll ich es ihr verwehren, nur, weil die eventuell noch zu jung dafür ist? Ausserdem steht eh bald die nächste U-Untersuchung an, da wird der Arzt seine abschliessende Meinung mitteilen.

Mein persönlicher Nachteil momentan ist, dass Mia nun auch vermehrt fordernd wird. Sie kann immernoch gut selber spielen, aber gerade das puzzeln und schreiben erfordert doch einiges an Zeitaufwand. Ich befinde mich aufgrund einiger Faktoren gerade jedoch ehr in einem Erschöpfungszustand, sodass das für mich teilweise eine echte Härteprobe darstellt. Natürlich kann das Kind nichts dafür, aber ich bin abends echt froh, wenn sie im Bett liegt und ich auch runter kommen kann.

Dennoch bin ich wirklich auf die nächste Zeit gespannt! Bin gerade dabei, sie mit dem Töpfchen bekannt zu machen. Meine Mutter hatte ihr ein „tolles“ mit Musik geschenkt. Ich habe Mia schon erklärt, dass die Musik ertönt, wenn sie Pipi macht, aber das hat sie noch nicht so verstanden. Ansonsten wird sich auch bei uns in naher Zukunft einiges verändern, angefangen mit einem kleinen Umbau, denn der Mann zieht in den Keller.

In diesem Sinne: lasst uns den Frühling geniessen und ich wünsche jeder Mutter da draussen starke Nerven. Die braucht man immer, egal, wie alt die Kinder sind!

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