Die erste Nacht ohne Kind

Letzten Dienstag fragte meine Schwiegermutter, ob die Püppi Samstag nicht mal über Nacht bleiben könnte.

Ich gebe zu, ich sah das sehr skeptisch, da Mia bisher immer Probleme hatte, woanders zu schlafen. Und damit meine ich, mit uns zusammen. Meine Eltern wohnen sehr weit weg, da ist es nicht möglich, mal für einen Tag vorbei zu fahren. Und das Schlafen ist dort und auch bei ihren anderen Grosseltern (ja, sie hat mehr als 2 Omas und 2 Opas) immer die ersten Nächte ein Drama! Die Nacht vor Heilig Abend schlief sie zwischen uns… Überall im Bett…Wir haben kein Auge zu gemacht, aber in ihrem Bett war es einfach unmöglich sie zur Ruhe zu kriegen. Und auch 2 Nächte später war es ein stundenlanger Akt, sie zum schlafen zu bewegen.

Aber irgendwann muss das erste mal sein, also stimmte ich zu. Wir brachten sie ganz normal mittags zur Oma, mit Sack und Pack: Tiga & Quack, der Kartoffelkäfer (ein Nachtlicht, das Sterne an die Decke wirft), ihr Steckdosennachtlicht und natürlich das Gute-Nacht-Buch. In Gedanken malte ich mir den ganzen Tag sämtliche Schreckensszenarien aus, vom schreienden Kind, bishin zur schreienden Schwiegermutter, alles war vertreten. Ich lag gerade in der Wanne, als das Telefon ging. Horror!!! Ich war dabei, unterzutauchen und sah mich schon in einem Affenzahn abtrocknen und ins Auto hüpfen, aber ich beschloss zu lauschen und so hörte ich, dass die Schwiegerma nur noch einige Nachfragen hatte. Puh, ich rutschte entspannt wieder ins Wasser zurück. Gegen 21:00 hatte ich immernoch kein feedback. Hmm, anrufen kommt nicht in Frage, falls das Kind schläft, dann spätestens nach dem ersten klingeln nicht mehr. Also entschied ich mich für das unauffällige whatsappen. Nach gefühlten Stuuuunden (30 Min) erhielt ich dann die Antwort, dass sie noch wach sei, aber ruhig. Wenigstens ruhig… Das war aber trotzdem nicht dass, was ich hören wollte! Na ja, mein Mann beruhigte mich dann etwas und ich bekam danach keine weitere Meldung.

Es folgte für mich ein „entspannter“ Restabend, aber schlafen konnte ich bis ca. 2:30 trotzdem nicht.

Aaaaber, wir haben Sonntag ausgeschlafen! Wir sind, wie 2 Jugendliche, zusammen gegen 11 Uhr wach geworden, die Wohnung totenstill (ok, die Katzen hatten Hunger). Wir genossen die Ruhe und standen nur seeehr langsam auf. Das habe ich tatsächlich etwas vermisst. Der Statusbericht meiner Schwiegermutter hat mich dann beruhigt. Mia schlief bis 6 Uhr, war dann wach und ist vormittags wieder eingeschlafen. Bei uns wird sie auch morgens wach, aber da sie in ihrem Zimmer schläft und nicht weint, spielt sie etwas im Bett und schläft nach kurzer Zeit nochmal ein. Das geht bei meiner Schwiegermutter natürlich nicht, weil Mia mit im Schlafzimmer schläft. Somit sind dann alle wach.

Mein Mann und ich genossen den kinderlosen Tag (Asche auf mein Mutterhaupt, aber ich bin ehrlich) und holten die Püppi gegen frühen Abend ab. Uns erwartete ein lächelndes Kind, dass recht unbeeindruckt war und erst nach Auffordern der Mama mal „Hallo“ sagte. Mir wurde mitgeteilt, dass das Ganze gerne wiederholt werden möchte, also kanns ja wirklich für alle nicht so schlimm gewesen sein! 😉 Bin auf das nächste mal gespannt!

Wann habt ihr Eure Kinder zum ersten mal „weggegeben“ und wie war das für Euch? Mia ist jetzt 19 Monate alt. Bin gespannt auf Eure Berichte!

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