Unser Jahr 2015

Der Haushalt liegt noch brach. Wenn ich überlege, was ich noch zu erledigen habe, dann wird mir schlecht, aber geht uns das nicht allen so rund um die Feiertage?? Meinen Geburtstag habe ich erneut ohne Heulkrampf überstanden. Mal sehen wie das ist, wenn in 4 Jahren die 4 die Führung übernimmt…

Und mit dem gefeierten Geburtstag neigt sich das Jahr auch stark dem Ende. Zeit für ein Fazit.

Ich weiss nicht, ob es an den mütterlichen Hormonen liegt, aber ich ziehe eine positive Bilanz aus diesem Jahr. Es gab definitiv einige Tiefpunkte, aber nichts, was unsere kleine Familie schwer getroffen hätte. Mia hat in diesem Jahr einen riesen Sprung gemacht. Mir geht das Herz auf, wenn ich sehe, wie sie immer mehr mit ihrer Umwelt umgeht, Dinge bewusst wahrnimmt, alles totquasselt, erlebt und entdeckt. Ihr scheint es mit uns gut zu gehen, zumindest hat sie sich noch nicht beschwert! 😉 Der Papa ist ihr ein und alles und umgekehrt. Die Katzen kommen mit allem super zurecht und ich hätte nie gedacht, was es für ein tolles Gefühl ist, eine eigene kleine Familie zu haben. Mein Mann tut was er kann, um alles am Laufen zu halten. Er ist von Natur aus ein sehr ruhiger Typ, der viel Zeit für sich braucht, was natürlich mit Kind nicht immer so einfach ist. Jedoch steckt er da auch immer öfters zurück, was ich ihm hoch anrechne! So bekommt die Püppi immer ihe Dosis Papa und mehr.  Aber auch die Familie drum herum unterstützt uns, wo sie nur kann. Egal, ob nah oder fern, alle sind da, wenn wir sie brauchen. Das finde ich unheimlich wertvoll und halte das auch überhaupt nicht für selbstverständlich. Heutzutage gehen die Omas und Opas ja zum grössten Teil auch noch arbeiten. Da kann man nicht eben mal das Kind vorbei bringen, weil man selber was erledigen muss. Ich finde es auch wirklich lustig, wenn sich die Grosseltern freuen, dass das Enkelkind zu Besuch kommt. Dass die Kinder dabei sind, interessiert niemanden. Das ist für mich der Lauf der Dinge und ich muss darüber immer wieder schmunzeln. Wir haben tolle Freunde! Alle haben Verständnis, dass es mit Kind doch etwas anders ist und man nicht mehr so ganz ungezwungen sein kann.

Ein persönlicher Tiefschlag für mich war die Diagnose „Morbus Basedow“ mitte des Jahres. Ich habe ja bereits eine Autoimunerkrankung der Schilddrüse, aber trotzdem hat mich diese zusätzliche Diagnose not amused. Zwar schränkt mich diese Krankheit gar nicht ein und ich habe einen guten Arzt, der sich auch damit auskennt. Aber dennoch ist es für mich unendlich nervig ständig die Werte kontrollieren lassen zu müssen.

Viel Zeit habe ich dieses Jahr auf Instagram verbracht und dort tolle Leute gefunden. Ich habe den Entschluss gefasst, mit dem Bloggen anzufangen. Neben den 1000 Hobbies, die ich schon habe eigentlich schwachsinnig, aber so kriege ich ein paar Gedanken aufgeschrieben, die ich gerne mit anderen teile. Ich finde es schön mich vor allem mit anderen Müttern auszutauschen und meinen Horizont zu erweitern.

Ich habe wieder gecosplayt. Ein Hobby, das mit sehr am Herzen liegt, weil ich es mit lieben Menschen teile! Und eines der Hobbies, das am meisten zurück stecken musste/muss. Ein Kostüm zu erstellen kostet Zeit und Geld. 2 Faktoren, die ich momentan nicht habe. Dennoch versuche ich es am Leben zu erhalten, es macht einfach zu viel Spaß.

In politischer Hinsicht hat mich dieses Jahr am meisten die Flüchtlingsproblematik beschäftigt. Ich gebe zu, Politik ist nicht mein Thema Nr. 1 und ich will auch gar nicht gross darauf eingehen. Jedoch habe ich nie über ein Thema so sehr den Kopf geschüttelt und mich gefragt, wie kleingeistig und engstirnig erwachsene Leute sein können, und ob gerade wir aus unserer Vergangenheit nichts gelernt haben.

Mit grosser Sorge beobachte ich auch die Geschehnisse um das Atomkraftwerk Tihange. Und auch hier kann ich nur den Kopf schütteln, wie man wirtschaftliche Interessen über die Sicherheit der Menschen setzen kann. Auch hier hat man aus der Vergangenheit nichts gelernt und auch wenn die Stimmen in der Bevölkerung immer grösser werden wird dennoch nichts gemacht und die Tatsachen so verbogen, wie es den Betreibern in den Kram passt. Fukushima ist ja weit genug weg, sowas passiert in Europa nicht. Denkste, wir haben das 2. Fukushima direkt vor der Tür! Die Betreiber hätten alles im Griff. Das haben die japanischen auch behauptet und tun es nach der Kernschmelze immernoch.

Dennoch blicke ich optimistisch ins neue Jahr und bin gespannt, welche ungeplanten Herausforderungen auf uns warten.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und einen super Start ins Jahr 2016!

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